Las vigilias*
*Bonaventura
Publicada en 1804 por una pequeña editorial sajona como parte de una colección de literatura secundaria y firmada con el seudónimo de Bonaventura, Las vigilias no estaba destinada a hacer una entrada gloriosa en la escena literaria de su época. Y menos aún cuando la editorial de Ferdinand Dienemann quedó en bancarrota en 1806, con gran parte de sus títulos confiscados.

La noticia de la existencia de Las vigilias en años posteriores se debe a menciones asiladas, las cuales evitaron que la obra se perdiera para siempre después de aquella primera y poco afortunada publicación.

Y aun a pesar de encontrarse incluida en varias antologías como una de las obras más representativas de su tiempo, Las vigilias ha permanecido desde hace dos siglos como un objeto de culto, una especial reliquia para unos cuantos escritores y académicos. 

Sin embargo, el misterio que rodea a la creación de Las vigilias sigue siendo tan grande como los enigmas formulados en sus dieciséis capítulos o "vigilias", cada uno de los cuales narra las andanzas de Kreuzgang, un vigilante nocturno, a lo largo de una noche. 

La discusión en torno a la identidad del autor ha predominado sobre aspectos más literarios de la obra; aun así, a partir de los estudios críticos de Mijaíl Bajtín se ha ubicado a Las vigilias dentro del género conocido como "sátira menipea": una puesta en duda absoluta del mundo y sus fundamentos, caracterizada por cambios de perspectiva, juegos de óptica y actos de ilusionismo que permiten tomar distancia y contemplar, desde las amargas alturas del humor negro, una ingrata vista de conjunto del mundo y de sus habitantes.

Y aunque la decisión final acerca del discutido nihilismo de Bonaventura queda en manos del lector, cabe decir, al menos, que las preguntas de Kreuzgang —preguntas constantes de la humanidad— siguen palpitando en este libro: son las estrellas apenas visibles de una larga y desolada noche.

Traducción y notas de María Josefina Pacheco

*Reproducimos este fragmento gracias al permiso de la Dirección General de Publicaciones del Conaculta. Las vigilias de Bonaventura, traducción y presentación de María Josefina Pacheco, ilustraciones de Juan Pablo Rulfo, México, cnca, 2003 (Clásicos para Hoy), 196 pp.

Erste Nachtwache

Die Nachtstunde schlug; ich hüllte mich in meine abenteuerliche Vermummung, nahm die Pike und das Horn zur Hand, ging in die Finsterniß hinaus und rief die Stunde ab, nachdem ich mich durch ein Kreuz gegen die bösen Geister geschützt hatte.

Es war eine von jenen unheimlichen Nächten, wo Licht und Finsterniß schnell und seltsam miteinander abwechselten. Am Himmel flogen die Wolken, vom Winde getrieben, wie wunderliche Riesenbilder vorüber, und der Mond erschien und verschwand im raschen Wechsel. Unten in den Straßen herrschte Todtenstille, nur hoch oben in der Luft hauste der Sturm, wie ein unsichtbarer Geist.

Es war mir schon recht, und ich freute mich über meinen einsam wiederhallenden Fußtritt, denn ich kam mir unter den vielen Schläfern vor wie der Prinz im Mährchen in der bezauberten Stadt, wo eine böse Macht jedes lebende Wesen in Stein verwandelt hatte; oder wie ein einzig Übriggebliebener nach einer allgemeinen Pest oder Sündfluth.

Der letzte Vergleich machte mich schaudern, und ich war froh ein einzelnes mattes Lämpchen noch hoch oben über der Stadt auf einem freien Dachkämmerchen brennen zu sehen.

Ich wußte wohl, wer da so hoch in den Lüften regierte; es war ein verunglückter Poet, der nur in der Nacht wachte, weil dann seine Gläubiger schliefen, und die Musen allein nicht zu den letzten gehörten.

Ich konnte mich nicht entbrechen folgende Standrede an ihn zu halten:

»O du, der du da oben dich herumtreibst, ich verstehe dich wohl, denn ich war einst deinesgleichen! Aber ich habe diese Beschäftigung aufgegeben gegen ein ehrliches Handwerk, das seinen Mann ernährt, und das für denjenigen, der sie darin aufzufinden weiß, doch keinesweges ganz ohne Poesie ist. Ich bin dir gleichsam wie ein satirischer Stentor in den Weg gestellt und unterbreche deine Träume von Unster-blichkeit, die du da oben in der Luft träumst, hier unten auf der Erde regelmäßig durch die Erinnerung an die Zeit und Vergänglichkeit. Nachtwächter sind wir zwar beide; schade nur daß dir deine Nachtwachen in dieser kalt prosaischen Zeit nichts einbringen, indeß die meinigen doch immer ein Übriges abwerfen. Als ich noch in der Nacht poesirte, wie du, mußte ich hungern, wie du, und sang tauben Ohren; das letzte thue ich zwar noch jetzt, aber man bezahlt mich dafür. O Freund Poet, wer jetzt leben will, der darf nicht dichten! Ist dir aber das Singen angebohren, und kannst du es durchaus nicht unterlassen, nun so werde Nachtwächter, wie ich, das ist noch der einzige solide Posten wo es bezahlt wird, und man dich nicht dabei verhungern läßt. - Gute Nacht, Bruder Poet.«

Ich blickte noch einmal hinauf, und gewahrte seinen Schatten an der Wand, er war in einer tragischen Stellung begriffen, die eine Hand in den Haaren, die andre hielt das Blatt, von dem er wahrscheinlich seine Unsterblichkeit sich vorrezitirte.

Ich stieß ins Horn, rief ihm laut die Zeit zu, und ging meiner Wege. —

Halt! dort wacht ein Kranker - auch in Träumen, wie der Poet, in wahren Fieberträumen!

Der Mann war ein Freigeist von jeher, und er hält sich stark in seiner letzten Stunde, wie Voltaire. Da sehe ich ihn durch den Einschnitt im Fensterladen; er schaut blaß und ruhig in das leere Nichts, wohin er nach einer Stunde einzugehen gedenkt, um den traumlosen Schlaf auf immer zu schlafen. Die Rosen des Lebens sind von seinen Wangen abgefallen, aber sie blühen rund um ihn auf den Gesichtern dreier holder Knaben. Der jüngste droht ihm kindlich unwissend in das blasse starre Antlitz, weil es nicht mehr lächeln will, wie sonst. Die andern beiden stehen ernst betrachtend, sie können sich den Tod noch nicht denken in ihrem frischen Leben. 
 

Das junge Weib dagegen mit aufgelößtem Haar und offner schöner Brust, blickt verzweifelnd in die schwarze Gruft, und wischt nur dann und wann den Schweiß, wie mechanisch von der kalten Stirn des Sterbenden.

Neben ihm steht, glühend vor Zorn, der Pfaff mit aufgehobenem Kruzifixe, den Freigeist zu bekehren. Seine Rede schwillt mächtig an wie ein Strom, und er mahlt das Jenseits in kühnen Bildern; aber nicht das schöne Morgenroth des neuen Tages und die aufblühenden Lauben und Engel, sondern, wie ein wilder Höllenbreugel, die Flammen und Abgründe und die ganze schaudervolle Unterwelt des Dante.

Vergebens! der Kranke bleibt stumm und starr, er sieht mit einer fürchterlichen Ruhe ein Blatt nach dem andern abfallen, und fühlt wie sich die kalte Eisrinde des Todes höher und höher zum Herzen hinaufzieht.

Der Nachtwind pfiff mir durch die Haare und schüttelte die morschen Fensterladen, wie ein unsichtbarer herannahender Todesgeist. Ich schauderte, der Kranke blickte plötzlich kräftig um sich, als gesundete er rasch durch ein Wunder und fühlte neues höheres Leben. Dieses schnelle leuchtende Auflodern der schon verlöschenden Flamme, der sichere Vorbote des nahen Todes, wirft zugleich ein glänzendes Licht in das vor dem Sterbenden aufgestellte Nachtstück, und leuchtet rasch und auf einen Augenblick in die dichterische Frühlingswelt des Glaubens und der Poesie. Sie ist die doppelte Beleuchtung in der Corregios Nacht, und verschmilzt den irdischen und himmlischen Strahl zu Einem wunderbaren Glanze.

Der Kranke wieß die höhere Hoffnung fest und entschieden zurück, und führte dadurch einen großen Moment herbei. Der Pfaff donnerte ihm zornig in die Seele und mahlte jezt mit Flammenzügen wie ein Verzweifelnder, und bannte den ganzen Tartarus herauf in die letzte Stunde des Sterbenden. Dieser lächelte nur und schüttelte den Kopf.

Ich war in diesem Augenblicke seiner Fortdauer gewiß; denn nur das endliche Wesen kann den Gedanken der Vernichtung nicht denken, während der unsterbliche Geist nicht vor ihr zittert, der sich, ein freies Wesen, ihr frei opfern kann, wie sich die Indischen Weiber kühn in die Flammen stürzen, und der Vernichtung weihen.
 

Ein wilder Wahnsinn schien bei diesem Anblicke den Pfaffen zu ergreifen, und getreu seinem Karakter redete er jezt, indem ihm das Beschreiben zu ohnmächtig erschien, in der Person des Teufels selbst, der ihm am nächsten lag. Er drückte sich wie ein Meister darin aus, ächt teufelisch im kühnsten Style, und fern von der schwachen Manier des modernen Teufels.

Dem Kranken wurde es zu arg. Er wendete sich finster weg, und blickte die drei Frühlingsrosen an, die um sein Bette blüheten. Da loderte die ganze heiße Liebe zum letztenmale in seinem Herzen auf, und über das blasse Antlitz flog ein leichtes Roth, wie eine Erinnerung. Er ließ sich die Knaben reichen, und küßte sie mit Anstrengung, dann legte er das schwere Haupt an die hochwallende Brust des Weibes, stieß ein leises, Ach! aus, das mehr Wollust als Schmerz schien, und entschlief liebend im Arm der Liebe.
 

Der Pfaff seiner Teufelsrolle getreu, donnerte ihm, der Bemerkung gemäß, daß das Gehör bei Verstorbenen noch eine längere Zeit reizbar bleibt, in die Ohren, und versprach ihm in seinem eigenen Namen fest und bündig, daß der Teufel nicht nur seine Seele, sondern auch seinen Leib abfodern würde.

Somit stürzte er fort, und hinaus auf die Gasse. Ich war verwirrt worden, hielt ihn in der Täuschung wahrhaft für den Teufel, und sezte ihm, als er an mir vorüberfahren wollte, die Pike auf die Brust. »Geh zum Teufel!« sagte er schnaubend, da besann ich mich und sagte: "Verzeiht, Hochwürdiger, ich hielt euch in einer Art Besessenheit für ihn selbst, und sezte euch deshalb die Pike, als ein » Gott sei bei uns! « aufs Herz. Haltet mir's diesmal zu Gute!«

 

Primera vigilia

Sonó la hora nocturna. Me envolví en mi disfraz de aventurero, tomé la pica y el cuerno y salí a las tinieblas. Afuera, me protegí de los malos espíritus con la señal de la cruz y grité la hora.
 
 

Era una de esas noches lúgubres en las que luz y oscuridad alternan con extraña rapidez. En el cielo, las nubes corrían impelidas por el viento, cual imágenes fantásticas y colosales, y el veloz intercambio hacía a la luna aparecer y desaparecer una y otra vez. Abajo, en las calles, reinaba un silencio de muerte; sólo en lo alto, en el aire, habitaba la tormenta como un espíritu invisible.

Aquello me gustó, y me alegré de que mis pasos resonaran solitarios, ya que entre tantos durmientes imaginé ser el príncipe del cuento de hadas, errante en la ciudad encantada en la que un poder maligno había convertido en piedra a todos los seres vivos, o el único sobreviviente de una peste o del diluvio universal.
 

Esta última comparación me hizo estremecer, y me agradó ver el débil resplandor de una solitaria lamparita en una buhardilla que se elevaba sobre la ciudad. Yo sabía muy bien quién reinaba allá, tan alto entre los vientos: era un poeta desdichado que escribía de noche, cuando sólo las musas, las únicas a quienes nada debía, continuaban despiertas.
 
 

No pude evitar dirigirme a él con el siguiente discurso:

—Te comprendo bien, a ti que allá arriba deambulas, pues ¡yo era tu semejante! Pero cambié esa ocupación por un oficio honorable que permite ganarse el pan, y que, para quien sabe reconocerlo, no está desprovisto de poesía. Ahora, me planto en tu camino como un satírico Esténtor y, desde aquí abajo, a ras de la tierra, interrumpo a intervalos regulares, por medio del recuerdo del tiempo y de lo efímero, los sueños de inmortalidad con los que te arrullas en el aire. Los dos somos vigilantes nacturnos; lástima que, en esta época fría y prosaica, tus vigilias no te reditúen nada, mientras que las mías me permiten obtener un modesto beneficio. Cuando aún poetizaba por la noche, como tú, pasaba hambre, al igual que tú, y cantaba para oídos sordos; esto último lo hago todavía, pero me pagan a cambio. ¡Oh, amigo poeta, el que hoy quiera vivir no debe hacer poesía! Pero si el canto está en tu naturaleza y no puedes renunciar a él, sigue mi ejemplo y sé vigilante nocturno; éste es el único empleo seguro en el que ese talento reporta algún provecho, en vez de condenarte a perecer de hambre... ¡Buenas noches, hermano poeta!
 
 

Lancé una última mirada hacia arriba y percibí en la pared su sombra; se encontraba en una postura trágica, con una mano entre los cabellos y una hoja sostenida en la otra, seguramente recitando para sí mismo su vida perdurable.
 

Soplé en mi cuerno, grité para él la hora y seguí mi camino...

¡Pero alto! Aquí vela un enfermo... También en sueños, como el poeta, ¡en auténticos sueños de fiebre!

El hombre había sido librepensador desde siempre y, al igual que Voltaire, se aferraba con ahínco a sus últimas horas. Lo observé a través de una rendija entre los postigos: miraba, pálido y tranquilo, hacia la nada, con la certeza de que entraría muy pronto en ella, para dormir por siempre el sueño sin sueños. Las rosas de la vida se habían marchitado en sus mejillas, pero florecían a su alrededor en los rostros de tres hermosos niños. El más joven, con la inconsciencia de la infancia, le reprochaba, agitando el índice ante su rostro macilento y apagado, que no quisiera sonreír como antes. Los otros dos lo contemplaban con seriedad; la frescura de sus vidas jóvenes les impedía pensar en la muerte.

En cambio, la joven esposa, con los cabellos en desorden y el hermoso pecho descubierto, miraba con desesperación la oscura cripta y, de tanto en tanto, limpiaba mecánicamente el sudor de la frente helada del moribundo.

A su lado, ardiendo en rabia, un cura empuñaba el crucifijo para convertir al librepensador. Su discurso bullía poderoso, como un torrente, y pintaba el más allá con terribles pinceladas; no describía la hermosa aurora del nuevo día, las tiernas frondas y los ángeles, sino, a la manera de un Breughel infernal y salvaje,1 las llamas, los abismos y el inframundo lleno de dantesco horror...

¡En vano! El enfermo permaneció mudo e imperturbable. Miró con terrible calma cómo el cura iba pasando las hojas, mientras la muerte helada se abría paso hasta su corazón.
 

El viento nocturno silbó entre mis cabellos y sacudió los postigos desvencijados; se hubiera dicho que un espíritu de la muerte se aproximaba, invisible. Me estremecí. El enfermo miró a su alrededor con una fuerza inesperada, como si un milagro lo hubiese curado al instante y sintiera nueva y poderosa vida. Esta rápida y luminosa ignición de la llama ya extinta, seguro anuncio de la muerte próxima, arrojó al mismo tiempo una viva luz en la escena nocturna que se desarrollaba ante el agonizante y brilló por un momento en el mundo primaveral de la convicción y la poesía. Ésta es la doble fuente de luz de la Noche de Correggio,2 que funde el esplendor terrenal y el celestial en un fulgor maravilloso.

Firme y resuelto, el enfermo rechazó la elevada esperanza, con lo que se produjo un momento de dramática intensidad. El cura tronó, iracundo, contra su alma; esta vez hizo su pintura con lenguas de fuego, desesperado, e invocó a todo el Tártaro a la última hora del agonizante. Pero él tan sólo sonreía y meneaba la cabeza.

En ese instante estuve seguro de su perseverancia, pues únicamente los seres limitados evitan el pensamiento de la aniquilación, mientras que el espíritu inmortal no se arredra ante él y puede entregársele voluntariamente; así, las mujeres de la India se arrojan, resueltas, a las llamas, ofrendándose a la destrucción.

En vista de que sus descripciones no producían ningún efecto, una locura salvaje pareció apoderarse del cura: fiel a su personaje, habló en representación del diablo mismo, lo cual le sentaba de maravilla; desempeñó el papel como un experto, genuinamente diabólico en el estilo más audaz, lejos de las pálidas maneras de nuestro diablo moderno.

Esto fue demasiado para el enfermo. Con aire sombrío, se volvió para mirar a las tres rosas de primavera que florecían en torno de su cama. Entonces, una ardiente llama de amor se encendió en su corazón por última vez, y un rojo tenue atéravesó su pálido rostro, como un recuerdo. Pidió que le acercaran a los niños y los besó con esfuerzo; después, apoyó su pesada cabeza en el pecho agitado de la mujer, exhaló un leve "¡Ay!", al parecer más lleno de deleite que de dolor, y se quedó dormido, lleno de amor, en aquellos brazos amantes.

El cura, encariñado con su papel de demonio, sabedor de que el oído continúa sensible por un tiempo después de la muerte, siguió bramando en su oreja, y le prometió, seguro y lapidario, que el diablo no sólo reclamaría su alma, sino también su cuerpo. 
 

Con esto, se precipitó hacia la calle. Yo estaba confundido y en mi imaginación lo tomé realmente por el diablo, por lo que, cuando pasó junto de mí, le puse la pica contra el pecho.

—¡Vete al infierno! —exclamó, resoplando.

Entonces lo pensé mejor y le dije:

—Disculpe, reverendo, debo estar bajo alguna forma de posesión diabólica, porque lo he confundido con el que habita en ese sitio que acaba usted de mencionar, y por eso le puse la pica como un vade retro contra el pecho. ¡Dispénseme por esta vez...!
 
 

   
Er stürzte fort.

Ach! dort im Zimmer war die Szene lieblicher worden. Das schöne Weib hielt den blassen Geliebten still in ihren Armen, wie einen Schlummernden; in schöner Unwissenheit ahnte sie den Tod noch nicht, und glaubte, daß ihn der Schlaf zum neuen Leben stärken werde - ein holder Glaube, der im höhern Sinne sie nicht täuschte. Die Kinder knieten ernst am Bette, und nur der jüngste bemühete sich den Vater zu wecken, während die Mutter, ihm schweigend mit den Augen zuwinkend, die Hand auf sein umlocktes Haupt legte.

Die Szene war zu schön; ich wandte mich weg, um den Augenblick nicht zu schauen, in dem die Täuschung schwände.

Mit gedämpfter Stimme sang ich einen Sterbegesang unter dem Fenster, um in dem noch hörenden Ohre den Feuerruf des Mönchs durch leise Töne zu verdrängen. Den Sterbenden ist die Musik verschwistert, sie ist der erste süße Laut vom fernen Jenseits, und die Muse des Gesanges ist die mystische Schwester, die zum Himmel zeigt. So entschlummerte Jakob Böhme, indem er die ferne Musik vernahm, die niemand, ausser dem Sterbenden hörte.


Él siguió su camino.

¡Ay!, en la habitación la escena se había vuelto más conmovedora. La bella mujer tenía entre sus brazos, en silencio y como si estuviera dormido, al pálido amado; ella, con encantadora inocencia, no sospechaba que estuviera muerto y creía que el sueño lo fortalecería para tener nueva vida; una dulce esperanza con la que, en el más alto sentido, no se engañaba. Los niños permanecían de rodillas, gravemente, junto a la cama, y sólo el más joven se esforzaba en despertar a su padre, mientras la madre, reconviniéndolo con la mirada, posaba la mano sobre su rizada cabeza.

La escena era demasiado hermosa, y me volví para no presenciar el momento en el que la ilusión se desvanecería. En voz baja entoné un canto fúnebre al pie de la ventana, para que la dulce armonía sustituyera los gritos llameantes del monje en aquellos oídos aún sensibles.

La música es afín al moribundo; es el primer dulce sonido del más allá, y la musa del canto es la hermana mística que lo conduce al cielo. Del mismo modo entró Jakob Böhme3 en el sueño eterno, arrullado por la música lejana que nadie sino él, que fenecía, pudo escuchar.


   
Zweite Nachtwache

Die Stunde rief mich wieder zu meiner nächtlichen Handthierung; da lagen die öden Straßen, wie zugedeckt vor mir, und nur dann und wann flog ein Wetterleuchten luftig und rasch durch sie hin, und weit, weit in der Ferne murmelte es drein wie unverständlicher Zauberspruch.

Mein Poet hatte das Licht ausgelöscht, weil der Himmel leuchtete und er dies leztere für wohlfeiler und poetischer zugleich hielt. Er schauete hoch droben in die Blitze hinein, im Fenster liegend, das weiße Nachthemd offen auf der Brust, und das schwarze Haar struppig und unordentlich um den Kopf Ich erinnerte mich an ähnliche überpoetische Stunden, wo das Innere Sturm ist, der Mund im Donner reden, und die Hand statt der Feder den Blitz ergreifen möchte, um damit in feurigen Worten zu schreiben. Da fliegt der Geist von Pole zu Pole, glaubt das ganze Universum zu überflügeln, und wenn er zulezt zur Sprache kommt - so ist es kindisch Wort, und die Hand zerreißt rasch das Papier.
 

Ich bannte diesen poetischen Teufel in mir, der am Ende immer nur schadenfroh über meine Schwäche aufzulachen pflegte, gewöhnlich durch das Beschwörungsmittel der Musik. Jezt pflege ich nur ein paarmal gellend ins Horn zu stoßen, und da geht's auch vorüber.

Überall kann ich allen denen, die sich vor ähnlichen poetischen Überraschungen wie vor einem Fieber scheuen, den Ton meines Nachtwächterhorns als ein ächtes antipoeticum empfehlen. Das Mittel ist wohlfeil und von großer Wichtigkeit zugleich, da man in jetziger Zeit mit Plato die Poesie für eine Wuth zu halten pflegt, mit dem einzigen Unterschiede, daß jener diese Wuth vom Himmel und nicht aus dem Narrenhause herleitete.

Mag dem indeß sein, wie ihm wolle, so bleibt es doch heut zu Tage mit der Dichterei überall bedenklich, weil es so wenig Verrückte mehr giebt, und ein solcher Überfluß an Vernünftigen vorhanden ist, daß sie aus ihren eigenen Mitteln alle Fächer und sogar die Poesie besetzen können. Ein rein Toller, wie ich, findet unter solchen Umständen kein Unterkommen. Ich gehe deshalb auch nur jetzt blos noch um die Poesie herum, das heißt, ich bin ein Humorist worden, wozu ich als Nachtwächter die meiste Muße habe.

Meinen Beruf zum Humoristen müßte ich hier freilich wohl zuvor erst darthun, allein ich lasse mich nicht darauf ein, weil man es überhaupt jezt mit dem Berufe selbst so genau nicht nimmt, und sich dagegen mit dem Rufe allein begnügt. Giebt es doch auch Dichter ohne Beruf, durch den bloßen Ruf - und somit ziehe ich mich aus dem Handel.
 

Eben flammte ein Bliz durch die Luft, da schlichen drei an der Kirchhofsmauer hin wie Kamevalslarven. Ich rief sie an, doch war's 
schon wieder Nacht rings um, und ich sah nichts, als einen glühenden Schweif und ein paar feurige Augen, und zu dem fernen Donner murmelte eine Stimme in der Nähe, wie zu einer Don Juans Begleitung: »Thu was deines Amtes ist, Nachtrabe; aber mische dich nicht ins Geis-terwerk!«

Das war mir doch etwas zu arg, und ich warf meine Pike dahin wo die Stimme her kam; eben blizte es wieder — da waren die drei in Luft zerronnen, wie Makbeths Hexen.

»Erkennt ihr mich nicht für einen Geist an; « — rief ich noch zornig hinterdrein, in der Hoffnung daß sie's vernähmen - »und doch war ich Poet, Bänkelsänger, Marionettendirekteur und alles dergleichen Geistreiches nach einander. Ich möchte doch Eure Geister gekannt haben im Leben - wenn ihr anders wirklich bereits daraus seid! — ob sich der Meinige mit ihnen nicht hätte messen können; oder habt ihr einen Zusatz von Geist erhalten nach eurem Tode, wie wir das Beispiel bei manchen großen Männern erfuhren, die erst nach ihrem Tode berühmt wurden, und deren Schriften durch das lange Liegen an Geist gewannen; gleich dem Weine der mit dem zunehmenden Alter geistreicher wird.« —
 
 
 

Jezt war ich der Wohnung des exkommunizirten Freigeistes bis auf einige Schritte nahe gekommen. Aus der offenen Thür legte sich ein matter Schein in die Nacht hinein, und floß oft seltsam mit dem Wetterleuchten zusammen, auch murmelte es vernehmlicher von den fernen Bergen herüber, wie wenn das Geisterreich sich ernstlich ins Spiel zu mischen gedächte.
 

Auf der Hausflur war der Todte, der üblichen Sitte gemäß, offen ausgestellt, um ihn her brannten wenige ungeweihte Kerzen, weil der Pfaff, teuflischen Andenkens, die Weihe verweigert hatte. Der Verstorbene lächelte in seinem festen Schlafe darüber, oder über seinen eignen törichten Wahn, den das jenseits widerlegt hatte, und sein Lächeln glänzte wie ein ferner Wiederschein vom Leben über die starren vom Tode verfestigten Züge.

Durch eine lange, wenig erleuchtete Halle, schaute man in eine schwarz behängte Nische; dort knieten unbeweglich die drei Knaben und die blasse Mutter vor einem Altare — die Gruppe der Niobe mit ihren Kindern - in stummes angstvolles Gebet versunken, um Leib und Seele des Verstorbenen dem Teufel, dem der Pfaff sie zugesprochen, zu entreißen.

Der Bruder des Abgeschiedenen allein, ein Soldat, hielt im festen sichern Glauben an den Himmel und an seinen eigenen Muth, der es mit dem Teufel selbst aufzunehmen wagte, Wache an dem Sarge. Sein Blick war ruhig und erwartend, und er schaute abwechselnd in das starre Antlitz des Todten und in das Wetterleuchten, das oft feindlich durch den matten Schein der Kerzen zuckte; sein Säbel lag gezogen auf der Leiche, und glich mit seinem wie ein Kreuz gestalteten Griffe einer geistlichen und weltlichen Waffe zugleich.

Segunda vigilia

La hora me llamó de vuelta a mi ocupación nocturna; ante mí se extendían, veladas, las calles solitarias. Sólo de cuando en cuando las atravesaba el estallido de un relámpago, ágil y veloz, y en la distancia se escuchaba un murmullo, como un conjuro incomprensible.
 

Mi poeta había apagado su luz, pues en aquel momento la claridad del cielo le parecía más barata y, al mismo tiempo, más poética. Reclinado en la ventana, miraba los relámpagos, con la camisa blanca de dormir abierta a la altura del pecho y el negro cabello, hirsuto y desordenado, cayendo alrededor de su cabeza. Recordé horas ultrapoéticas semejantes, en las que el mundo interior es tempestad, la boca quisiera hablar en truenos y la mano empuñar el relámpago en vez de la pluma, para escribir palabras de fuego. En esas horas, el espíritu vuela de un polo a otro, creyendo abarcar el universo, y cuando al fin llega al discurso... el resultado son palabras pueriles y la mano destroza, rauda, el papel.

Yo expulsé de mí a ese demonio poético —que al final siempre se burlaba, cruel, de mi impotencia— gracias a un excelente recurso: la música. Ahora, generalmente me basta con soplar dos toques penetrantes en mi cuerno para olvidarme del asunto.

Por esto recomiendo el sonido de mi cuerno de velador, verdadero antipoeticum, a todos los que rehúyen, como si de fiebre se tratara, estos arrebatos poéticos. Es un remedio barato pero sumamente útil, ya que en los tiempos presentes suele identificarse a la poesía, a la manera de Platón, con una especie de rabia, con la única diferencia de que él consideraba que ésta provenía del cielo y no del manicomio. 
 

De cualquier forma, en estos tiempos la poesía se encuentra en un estado crítico, pues quedan muy pocos locos, y existe tal profusión de espíritus razonables que éstos pueden desempeñar por sí mismos todos los oficios, incluido el de la poesía. Un simple loco, como yo, no encuentra lugar en semejante estado de las cosas. Por lo tanto, ahora me conformo con rondar a la poesía; es decir, me he convertido en un humorista, para lo que encuentro el ocio necesario en mi trabajo de vigilante nocturno.
 

Llegado a este punto, debería explicar mi vocación de humorista, pero no me extenderé en ese terreno, puesto que hoy en día nadie toma en serio su vocación y, por el contrario, casi todos se contentan con la reputación. Desde luego, también entre los poetas hay muchos que, sin vocación, sólo son poetas de reputación, y ante eso a mí sólo me queda retirarme del negocio.

Súbitamente, un relámpago hendió los aires, y pude ver que tres sombras, cual máscaras de carnaval, se deslizaban a lo largo del muro del cementerio. Las interpelé, mas todo había vuelto a ser noche cerrada y no pude ver más que una cauda brillante y un par de ojos ígneos. Con el lejano sonido del trueno como fondo, una voz murmuró en la cercanía, igual que si se tratara de un acompañamiento de Don Juan:4
 

—¡Encárgate de tu oficio, cuervo nocturno, pero no te mezcles en el quehacer de los espíritus!
 

Esto me pareció demasiado y lancé mi pica hacia el lugar de donde provenía la voz; entonces hubo un nuevo relámpago... las tres sombras se desvanecieron en el aire, como las brujas de Macbeth.

—¿Es que no reconocen en mí a un espíritu? —les grité, aún furioso, con la esperanza de que me escucharan—, ¡en mí, que he sido poeta, trovador, titiritero y, sucesivamente, todo lo que corresponde a un espíritu elevado! Me habría gustado conocer sus espíritus en vida (si es que en efecto han pasado al más allá) para saber si podían medirse con el mío; ¿o es que, después de muertos, han ganado en espíritu, como en los casos bien conocidos de algunos grandes hombres, que sólo después de la muerte se volvieron famosos y cuyos escritos ganaron durante la espera, igual que los buenos vinos?

Entretanto, había llegado a unos pasos de la casa del librepensador excomulgado. La puerta abierta difundía un tenue resplandor que se adentraba en la noche, mezclándose extrañamente con los ocasionales relámpagos, y se escuchaba, cada vez más claro, un murmullo procedente de las montañas; se hubiera dicho que el reino de los espíritus debatía la posibilidad de tomar parte en el drama.

El difunto, de acuerdo con la costumbre, yacía en un féretro descubierto. En torno suyo ardían unas pocas velas que el cura, de diabólica memoria, se había rehusado a bendecir. Tal vez era ésta la razón por la que el difunto sonreía en su sueño profundo, o tal vez eran sus locas ideas que el más allá se había encargado de refutar; su sonrisa brillaba como un reflejo lejano de la vida sobre los rasgos petrificados por la muerte.

Al fondo de un largo corredor en penumbra se veía un nicho tapizado de negro; ahí se encontraban, inmóviles y arrodillados ante un altar, los tres muchachos y la pálida madre —el grupo de Níobe con sus hijos—;5 absortos en una plegaria llena de angustia, trataban de recuperar el cuerpo y el alma que el cura había otorgado al demonio.

Tan sólo el hermano del desaparecido, un soldado, montaba guardia junto al ataúd; con una fe inconmovible en el cielo y en su propio valor, estaba listo para enfrentar al mismísimo demonio. Su mirada, tranquila y atenta, iba de la cara rígida del muerto al relámpago que por momentos temblaba amenazador entre el débil resplandor de las velas; su sable yacía, desenvainado, sobre el cadáver, y la empuñadura en forma de cruz evocaba a la vez un arma terrenal y una del espíritu. 

   
Übrigens herrschte Todtenstille rings um, und außer dem fernen Murren des Gewitters und dem Knistern der Kerzen vernahm man nichts.

So bliebs, bis in einzelnen ernsten Schlägen die Klocke Mitternacht ankündigte; — da führte plözlich der Sturm-wind hoch oben in den Lüften die Gewitterwolke wie ein nächtliches Schreckbild herüber, und bald hatte sie ihr Grabtuch am ganzen Himmel ausgebreitet. Die Kerzen um den Sarg verlöschten, der Donner brüllte zürnend, wie eine aufrührerische Macht herunter und rief die festen Schläfer auf, und die Wolke spie Flamme auf Flamme aus, wodurch das starre blasse Antliz des Todten allein grell und periodisch beleuchtet wurde.

Ich sah jezt, daß der Säbel des Soldaten durch die Nacht blizte, und dieser sich muthig zum Kampfe rüstete.

Es währte auch nicht lange — die Luft warf Blasen auf, und die drei Makbeths Geister waren plötzlich wieder sichtbar, wie wenn 
der Sturmwind sie beim Scheitel herangewirbelt hätte. Der Blitz beleuchtete verzogene Teufelslarven und Schlangenhaar, und den ganzen höllischen Apparat.

Mich faßte in dem Augenblicke der Teufel bei einem Haare, und als sie die Gasse herauffuhren, mischte ich mich rasch unter sie. Sie stuzten, wie wenn sie auf bösen Wegen gingen, über den vierten ungebetenen der zu ihnen stieß. »Nun zum Teufel! Kann der Teufel auch auf guten Wegen gehen!« rief ich wildlachend aus. »Drum laßt euch nicht irren, daß ich euch auf bösen antreffe. Ich bin eures Gleichen, Brüder, ich mache mit euch Gemeinschaft! « —
 

Das brachte sie wahrhaftig in Verlegenheit. Der Eine stieß ein »Gott sei bei uns!« aus, und kreuzte sich, was mich Wunder nahm, weshalb ich ausrief-. »Bruder Teufel fall nicht so hart aus dem Karakter, ich möchte sonst beinahe an dir selbst verzweifeln und dich für einen Heiligen halten, zum mindesten für einen Geweihten. Überlege ich's indeß reiflicher, so muß ich dir wohl eher Glück wünschen, daß du endlich auch das Kreuz verdauet hast, und von Haus aus ein eingefleischter Teufel, dich dem Scheine nach zu einem Heiligen ausbildetest! «

An der Sprache mochten sie es endlich weg haben, daß ich nicht einer ihres Gleichen wäre, und sie fuhren alle drei auf mich ein, und sprachen nun gar in einem ächt klerischen Tone von Exkommuniziren, u. d. gl. wenn ich sie in ihrer Handthierung stören würde.

» Sorgt nicht, « erwiederte ich, » ich habe bisher wahrlich an den Teufel nicht geglaubt, doch seit ich euch gesehen, ist er mir klar worden, und ich bin gewiß, daß ihr zunftfähig seid. Macht eure Sachen ab, denn mit der Hölle und der Kirche kann's kein armer Nachtwächter aufnehmen.«

Dahin fuhren sie, ins Haus hinein. Ich folgte bedenklich nach.

Es war ein furchtbares Schauspiel, Blitz und Nacht wechselten Schlag auf Schlag. jezt war es hell und man sah das Handgemenge der drei um den Sarg und das Blitzen des Säbels in der Hand des eisenfesten Kriegsmannes, dazwischen schauete der Todte mit seinem blassen starren Gesichte unbeweglich wie eine Larve. Dann war es wieder tiefe Nacht, und nur fern, im Hintergrunde der Nische ein matter Schimmer und die knieende Mutter mit den drei Kindern rang im verzweifelnden Gebet.
 
 

Es ging alles still und ohne Worte zu; aber jezt krachte es auf einmal zusammen, wie wenn der Teufel die Oberhand erhielte. Die Blitze wurden sparsamer und es blieb längere Zeit Nacht. Nach einem Weilchen indeß fuhren zwei rasch zur Thür heraus, und ich sah es durch die Finsterniß bei dem Leuchten ihrer Augen - sie trugen wirklich einen Todten mit sich fort.

Da stand ich, in mich hineinfluchend vor der Thür; auf der Flur war es ganz finster, keine Seele regte sich, und ich glaubte auch dem wackeren Kriegsmanne, zum mindesten, den Hals gebrochen.
 

In diesem Augenblicke flammte ein heftiger Blitz, mit dem sich die Gewitterwolke völlig entlud, und blieb, gleichsam wie eine aufgepflanzte Fackel, eine zeitlang in der Luft, ohne zu verlöschen. Da sah ich den Soldaten, wieder ruhig und kalt am Sarge stehen, und die Leiche lächelte wie zuvor - aber, o Wunder! dicht neben dem lächelnden Todtenantlitze grinsete eine Teufelslarve, und der Rumpf fehlte zum Ganzen, und ein purpurrother Blutstrom färbte das weiße Sterbegewand des schlafenden Freigeistes. -

Schaudernd wickelte ich mich in meinen Mantel, vergaß es, zu blasen und die Stunde abzusingen und floh meiner Hütte zu.•

Por lo demás, en todas partes imperaba un mortal silencio; sólo se oía el crepitar de las velas y el lejano gruñido de la tormenta.

Así fue hasta que, una a una, las graves campanadas del reloj anunciaron la medianoche. En ese momento, el vendaval arrastró de golpe a las nubes de tormenta y formó, al extenderlas como una mortaja por el cielo, un cuadro nocturno de espanto. Las velas dispuestas alrededor del féretro se extinguieron, mientras el trueno rugía furioso, semejante a un poder turbulento que convocara desde lo alto a los que dormían, y la nube arrojaba llama tras llama, alumbrando periódicamente, con un resplandor violento, el rostro pálido y yerto del difunto. Entonces vi que el sable del soldado resplandecía en la noche; su valeroso dueño se disponía para la batalla.
 

Y ésta no se hizo esperar. Con un golpe de viento, los tres espectros de Macbeth reaparecieron de pronto, como si la tempestad los hubiera traído agarrados de los cabellos, en un torbellino. El relámpago iluminó las retorcidas máscaras diabólicas, las cabelleras de serpientes y la utilería infernal completa.

El diablo debe haberme aconsejado en aquel momento, pues cuando los tres avanzaron por la callejuela me mezclé rápidamente entre ellos. Se sobresaltaron al ver que un indeseable se les había sumado, tal vez temiendo ser sorprendidos en el mal camino.

—¡Maldita sea! ¡Ahora resulta que el diablo mismo toma algunas veces el camino estrecho! —exclamé, riendo sardó-nicamente—. ¡No teman si alguna vez los encuentro fuera de la buena senda, porque soy su igual, hermanos, y deseo hacer causa común con ustedes!

Esto pareció desconcertarlos por completo. Uno de ellos dejó escapar un "¡Dios esté con nosotros!" y se santiguó, lo que me hizo exclamar, azorado:

—Hermano diablo, no traiciones tu naturaleza hasta ese punto, porque me harás sentir decepcionado, y me obligarás a tomarte por un santo, o al menos por un beato... Aunque, pensándolo bien, es de alabar que toleres la cruz y que, teniendo carne de diablo, te hayas acicalado para parecer un santo.

El discurso debió terminar de convencerlos de que yo no era su semejante, y los tres cayeron sobre mí, amenazándome, en un tono típicamente clerical, con la excomunión y otras dulzuras si me atrevía a meterme con ellos.

—No se preocupen—repliqué—: aunque hasta hoy no había creído en el diablo, después de verlos no me queda duda de que ustedes son de los suyos. Sigan con sus asuntos, que con el infierno y con la Iglesia nada puede hacer un pobre vigilante nocturno.

Continuaron su camino hacia el interior de la casa. Yo los seguí, inquieto.

Aquélla fue una escena escalofriante. La oscuridad y los relámpagos disputaban sin tregua. De pronto, la claridad permitía ver al trío en plena batalla alrededor del féretro, y el brillo de la espada en la mano del acerado hombre de guerra; en el centro, el muerto parecía observarlo todo con su rostro blanco e inanimado, como una máscara. Un momento después era de nuevo noche profunda; sólo en el fondo del nicho se veía un tenue resplandor y a la madre arrodillada con los tres niños, concentrados en su plegaria desesperada.

Todo sucedía en silencio, sin palabras; pero de pronto se oyó el estruendo de algo que se derrumba; se hubiera dicho que el diablo estaba ganando la partida. Los relámpagos se espaciaron y fue de noche durante un largo rato. Entonces vi que dos salían rápidamente por la puerta; pude distinguirlos en la oscuridad por el brillo de sus ojos... al parecer llevaban a un muerto con ellos. 

Permanecí junto a la entrada, blasfemando para mis adentros; el corredor se encontraba en tinieblas, no se movía ni un alma, y pensé que para entonces el valiente guerrero tendría, por lo menos, el cuello roto.
 

En ese momento estalló un violento relámpago que hizo a la nube de tormenta descargarse entera, y que permaneció por un momento en el aire sin apagarse, semejante a una antorcha. El soldado estaba de pie junto al féretro, otra vez sereno e inamovible, y el cadáver sonreía como antes... Pero, ¡prodigio!, muy cerca de la amable faz del muerto reía, maliciosamente, una cabeza diabólica, arrancada de su tronco, y un purpúreo hilo de sangre manchaba el blanco sudario del librepensador dormido.

Con un estremecimiento, me envolví en mi abrigo, olvidándome de soplar en mi cuerno y dar la hora, y corrí hacia mi garita.• 

 Notas

1 Pieter Breughel el Joven, pintor flamenco (ca. 1564-1637), conocido también como "el Breughel infernal" a causa de su gusto por las escenas apocalípticas.

2 Pintura de Correggio (1490-1534) considerada como la primera escena nocturna monumental de la pintura europea; representa la noche de la natividad. En el cuadro, la luz baña la figura del niño y, simultáneamente, parece emerger de ella.

3 Místico alemán (1575-1624). Teólogo, filósofo y escritor autodidacta, ejerció también el oficio de zapatero. Tuvo una poderosa influencia sobre la literatura del romanticismo alemán.

4 A partir de este momento, Bonaventura menciona varias veces al legendario personaje de Don Juan. En esta ocasión la referencia corresponde a la ópera Don Giovanni de Mozart.

5 Según la mitologia, Níobe tuvo catorce hijos que la enorgullecían a tal grado que se atrevió a desafiar a los dioses. En castigo a su soberbia, Apolo mató a sus siete hijos y Artemisa a sus siete hijas. Nueve días y nueve noches lloró Níobe a sus hijos, hasta que los dioses la convirtieron en piedra. En el arte griego existen varias representaciones del mito.